Technik
Roboter positioniert horizontales Messwerkzeug an einem LD-(BOF-)Konverter - Grafik: Primetals Technologies
09.06.2019

Roboteranwendungen in Stahlwerken

Seit vielen Jahren bemühen sich die Stahlerzeuger verstärkt darum, ihr Bedienpersonal besser zu unterstützen und deren Sicherheit zu erhöhen. Automatisierungseinrichtungen und Manipulatoren gehören heute in den meisten Werken zur Standardausrüstung. Diese Manipulatoren werden zumeist halbautomatisch betrieben. Für einige dieser Anwendungen ist der Einsatz von Sechs-Achsen-Industrierobotern vorteilhaft, z.B. in Gefahrenbereichen wie an einem Konverter. In diesem Beitrag werden die bisher gewonnenen Erfahrungen mit mehreren Anwendungen in verschiedenen Stahlwerksbereichen vorgestellt. Die Fallstudien beschreiben die vollautomatische Sondenhandhabung bei Systemen mit vertikalen Sublanzen, eine Lösung für horizontale Messungen am gekippten Konverter sowie Konzepte für Pfannenmessungen.

Seit über zehn Jahren arbeitet ­Primetals Technologies an Roboterlösungen für Schmelzanlagen, Stahlwerke und Gießmaschinen [1; 2]. Eines der wichtigsten Ziele ist es dabei, die Sicherheit für das Bedienpersonal zu erhöhen, indem sich diese aus gefährlichen Bereichen fernhalten, während ein Roboter die jeweils erforderliche Aufgabe ausführt. Ein nahe liegendes Beispiel für einen vollautomatischen Robotereinsatz in der Stahlerzeugung ist der Verfahrensablauf Sondenbefestigung, Messung, Sondenentsorgung und Werkzeugkontrolle, sodass diese Aufgaben mithilfe des Roboters vom Kontrollraum aus ferngesteuert durchgeführt werden können.

Primetals Technologies kann mehrere Referenzen für Roboteranwendungen bei Gießanlagen und Elektrolichtbogenöfen (EAF) vorweisen und liefert auch eine Lösung für die Handhabung von Sublanzensonden bei Sauerstoffaufblaskonvertern (LD (BOF)) [3].

Wenn bei einem LD-(BOF-)Konverter eine vertikale Sublanze nicht erforderlich oder nicht verfügbar ist, erfolgt die Temperaturmessung und Probenahme in der Regel am gekippten Konvertergefäß. Im darauffolgenden Abschnitt wird eine Roboterlösung für diese Aufgabe vorgestellt.

Der letzte Abschnitt liefert eine Übersicht der Konzepte für Roboteranwendungen bei Pfannenöfen und Entschwefelungsständen.

Gregor Gerstorfer, Thomas Keplinger, Andreas Priesner, Christoph Sedivy, Harald Traxinger, Bernhard Voraberger, Severin Watzinger, Primetals Technologies Austria GmbH, Linz, Österreich.

Der komplette Beitrag ist erschienen in der Ausgabe STAHL + TECHNIK 1 (2019) Nr. 6/7, S. 102 ff.